Goodbye, Streifenkarte!
Liebe Streifenkarte,
jahrelang warst Du preislich alternativlos, wenn man ab und zu mit den Öffentlichen fahren musste. Man musste Dich lösen und so oftmals an Automaten mit minderer Benutzerfreundlichkeit anstehen, um dann eine gefühlte Ewigkeit nach Kleingeld zu kramen. Für den Fall, dass man nur einen größeren Schein hatte, galt es dann damit klar zu kommen, mit einer Hosentasche voll Kleingeld seinen Sitzplatz in der Tram zu suchen.
Auch musste man Dich stempeln und dabei war oftmals auch nicht klar, wo man bei den 10 Streifen anfangen sollte. Im Eifer des U-Bahn-Erwischens hat man schon mal falsch abgestempelt. Unverzeihlich.
Wie oft haben wir Dich unter Zeitdruck gesucht, um dann festzustellen, dass Du dich in der anderen Jacke befindest. Dieser Mangel wurde dann von uns durch ein Einzelticket beseitigt, Deinem preislich teurerem Pendant für ÖPNV-Quickies. Und in unseren Jacken daheim fristetes Du das traurige Dasein gebundenen Kapitals.
