Crowdsourcing – Millionen Menschen anzapfen.
In den letzten Jahren experimentierten manche Unternehmen mit dem Konzept des Crowdsourcing. Einiges hat funktioniert, anderes wiederum floppte. Nichts spricht dagegen, dass auch im nächsten Jahr viele Marken eine Abwandlung des Crowdsourcing nutzen werden, um mittels offener Kommunikation eine große Gruppe an Menschen zu involvieren. Denn Crowdsourcing als eine kreative Option hat seine Vorteile und Social Media Technologien erleichtern diesen Ansatz.
Von Crowdsourcing spricht man, wenn ein Unternehmen die große Masse aufruft, Ideen einzusenden, Inhalte zu generieren oder konkrete Probleme zu lösen. Frei nach dem Motto: 10.000 Menschen wissen mehr als Einer. In der speziellen Version des Crowdfunding, werden Angebote – bislang zumeist journalistischer Art – über freiwillige kleine Spenden monetarisiert.
Setzt ein Unternehmen Crowdsourcing ein, so stärkt dies bei den Teilnehmern das Zugehörigkeitsgefühl zur Marke. Dies baut Nähe auf, gibt das Gefühl wichtig zu sein sowie gebraucht zu werden und man fühlt sich gar als Miteigentümer der Marke.
Für Unternehmen liegt ein weiterer Vorteil auf der Hand. Durch klug eingesetztes Crowdsourcing können kostengünstig Informationen und Ideen eingeholt werden, die ansonsten vielleicht nur durch erhöhten Ressourceneinsatz zu bekommen wären.
Aber Vorsicht: Man muss immer die jeweilige Aktivierungs-Motivation seiner „crowd“ verstehen, um eine erfolgreiche Crowdsourcing-Idee umzusetzen. Die Masse erwartet im Austausch, dass angemessener Mehrwert für sie entsteht. Simpel ausgedrückt: Ich gebe, damit Du gibst. Beachtet man dies nicht, kann der Crowdsourcing Schuss leicht nach hinten losgehen.
Zwei erfolgreiche Crowdsourcing-Beispiele:
Der Kaffeeröster Starbucks fordert unter mystarbucksidea.com seine Kunden auf, Verbesserungsideen einzureichen, diese gegenseitig zu bewerten und auf diesem Weg mit Starbucks zusammenzuarbeiten. Starbucks lagert in diesem Fall sein Ideenmanagement mittels Crowdsourcing aus und bekommt wertvolles Kundenfeedback, welches tatsächlich auch umgesetzt wird.
Das Modelabel American Apparel forderte die User der Modeseite Lookbook.nu auf, Fotos einzureichen, in denen Sie Kleidungsstücke von American Apparel tragen. Die 80 besten Fotos erschienen daraufhin in einem gedruckten Prospekt, welcher in allen weltweiten Filialen auslag. Da die Aktion ein voller Erfolg war, wurden im Anschluss einige Motive in offiziellen Anzeigen von American Apparel verwendet.